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Frauen im Handwerk gehen in Führung

Die junge Pöllauerin Corinna Doppelhofer (Jahrgang 1997) ist bereits seit 2013 fester Bestandteil von KAPO, vor kurzem folgte die Beförderung zur neuen Lehrlingsbeauftragten.

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Frauen im Handwerksberuf sind für den Spezialisten für Fenster und Türen aus Holz und Holz-Alu nichts Neues. Eine weibliche Lehrlingsbeauftragte aber, stellt selbst für den knapp hundertjährigen Tischlereibetrieb ein Novum dar. „Wir freuen uns sehr, dass Corinna diese Aufgabe übernommen hat, da sie alle Voraussetzungen mit bringt um die Freude am Tischlerhandwerk unseren Lehrlingen zu vermitteln!“ meint Stefan Polzhofer, der gemeinsam mit Othmar Sailer die Geschäfte von KAPO führt.

Es folgt ein Kurzinterview mit Corinna Doppelhofer, Tischlereitechnikerin und neue Lehrlingsbeauftragte bei der KAPO Fenster und Türen GmbH:

Wie kommt es dazu, dass man sich mit fünfzehn Jahren dazu entscheidet Tischlerin zu werden?

Ich habe mich damals in der Schule dazu entschlossen einen Beruf zu erlernen. Meine erste Schnupperstation war gleich bei KAPO. Ich war damals von dem hervorragenden Arbeitsklima so begeistert, dass man eigentlich behaupten kann, es war Liebe auf den ersten Blick. Richtig cool war auch, dass ich sofort etwas tun und mit angreifen durfte. Ich hatte mich sofort für den Beruf im Handwerk entschieden. Kurioserweise musste ich, obwohl ich mich schon festgelegt hatte, von meiner Schule aus noch in einem zweiten Unternehmen schnuppern. Die Wahl blieb aber beim Handwerk und KAPO.

Was gefällt dir an deinem Beruf am besten?

Da würde ich den abwechslungsreichen Arbeitsalltag nennen. Nicht nur, dass wir durch unsere rein auftragsbezogene Produktion sehr viel Abwechslung und immer wieder neue Herausforderungen zu bewältigen haben, auch bin ich an unterschiedlichsten Arbeitsstationen im Einsatz. Einmal stelle ich Glasleisten her, dann bin ich im Plattenzuschnitt und wieder ein anderes Mal arbeite ich im Sonderbereich und kümmere mich um Haustüren, Rundbögen sowie andere Sonderelemente.

Der Anteil von Frauen im Tischlerberuf steigt zwar stetig, ist aber im Verhältnis noch immer sehr gering. Was müsste geschehen, damit das Handwerk für Frauen attraktiver wird?

Meiner Meinung nach liegt das Problem in der Kommunikation. Uns Mädels wurden in der Schule einfach andere Berufe, wie zum Beispiel im Handel, empfohlen.

Es hat auch oft geheißen, “Wer weiß ob das etwas für dich ist, dort musst du ja schwer heben.” Das stimmt schon, dass Frauen in der Regel nicht so stark sind wie Männer. Aber dafür haben  wir erwiesenermaßen andere Fähigkeiten, wie Feinfühligkeit und Fingerspitzengefühl. Da bekommen wir auch immer wieder positives Feedback von unseren männlichen Kollegen. Und wenn einmal etwas Schweres zu heben ist, findet sich so gut wie immer jemand der dabei kurz zur Seite steht.

Wie wird man in einem doch sehr stark von Männern domminierenden Beruf wahrgenommen? Gibt bzw. gab es Vorurteile mit denen du zu kämpfen hattest?

Man hat Anfangs schon ab und zu Skepsis der Kollegen gespürt, aber da muss man sich einfach durchbeißen. Wichtig ist, dass deine Kollegen merken, dass du willst. Hin und wieder ist es auch notwendig zurück zu reden. Man darf sich auf jeden Fall nicht alles gefallen lassen.

Aber im Allgemeinen kann ich behaupten, dass ich damals von allen sehr gut aufgenommen wurde!

Was würdest du anderen Frauen, die sich für den Beruf des Tischlers interessieren, aber vor dem hohen Männeranteil zurückschrecken, raten?

Engagement zeigen und nur nicht klein kriegen lassen. Wenn man will, dann schafft man das auch. Ich bin außerdem „Zickenkriege“ leid. In meinem Arbeitsumfeld habe ich das Thema jetzt nicht mehr. Probleme werden offen angesprochen und sind dann auch gleich wieder erledigt. Das erkenne ich als absolut positiv an.

Was sind deine beruflichen Ziele?

Es war immer mein absoluter Wunsch Lehrlingsbeauftragte zu werden. Mir war es aber auch wichtig ausgewählt zu werden und mich nicht aufzudrängen. Als ich dann von unserem Produktionsleiter für die Position vorgeschlagen wurde, war ich überglücklich. Somit habe ich mein Ziel erreicht und gleichzeitig noch eine sehr schöne Bestätigung bekommen.

Abschließend: Ein Tipp wie sich die covid-19 Tristesse positiver gestalten lässt?  

Ich gehe viel und gerne Wandern. Das kann man auch sehr gut alleine oder mit dem notwendigen Abstand. Im Naturpark Pöllauer Tal samt Umgebung haben wir dafür ja auch beste Voraussetzungen!

Da stimmen wir zu! (:

© Foto: Bernhard Bergmann

 

 

Frauen im Handwerk

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